Michael Tribus Architecture
P59: Wohnanlage LOCHBAUR, Meran

Projekt:

Abbruch und Neubau zweier Wohngebäude Beim "Lochbaur" Meran
   
Bauherr: Wolfgang Reisigl; Alexander Schweizer
Architekt: Dr. Arch. Michael Tribus / Lana
Haustechnik Planung: Dr. Arch. Michael Tribus / Lana
Statik-Sicherheit: Dr. Ing. Baldini / Meran
Statik Holzbau: Dr. Ing. Andreas Erlacher / Bozen
Bauleitung: Dr. Arch. Marcello De Biasi / Bozen
Baufirmen
Baumeisterarbeiten:

Prünsterbau / Riffian

Holzbau: Weissenseer Holz-System-Bau GmbH
Fenster:  Raich Fenster / Moos in Passeier
Heizung, Lüftung, Sanitär:
Eschgfeller Karl / St Leonhard
Elektro:
Egger Martin / Ulten
   
Standard: Passivhaus - KlimaHaus Gold

Das Grundstück Lochbaur befindet sich am Rande Merans entlang des Eingangs in das Passeiertal direkt unterhalb des Dorfes von Schenna. Durch die Lage am unteren Talrands besteht das Planungsgebiet aus einem aus Apfelwiesen stark ansteigenden Geländes, welches am oberen Rand durch den natürlichen Geländeabbruch des Flusstales und einen Bewässerungskanal begrenzt wird. Zwei auf dem Grundstück bestehende Gebäude mussten abgerissen werden. Aufgrund der Lage im landwirtschaftlichen Grün war ausreichend Kubatur vorhanden, um 3 neue Wohngebäude zu konzipieren. Das ansteigende Gelände wurde im Untergeschoss durch eine grosse gemeinsame Garage aufgenommen, auf deren Oberseite die Terrassen der 3 Wohnhäuser angeordnet wurden. Die 3 Häuser entwickeln sich von dieser Terrasse aus gesehen nach hinten in die Höhe und folgen so dem natürlichen Geländeverlauf. Die Terrasse wurde begrünt und dient den 3 Wohnhäusern als Garten, dessen Niveau ein Geschoss über dem Talgrund liegt und so den Ausblick über das Passeiertal und auf die gegenüberliegende Texelgruppe erlaubt. Stützmauern zur Abfangung des Geländes sowie die gesamte Garage wurde in Massivbauweise in Stahlbeton errichtet und auf der Talseite mit Natursteinen verblendet. Die Gebäudekörper der Wohnhäuser wurden komplett aus Holzfertigteilelementen konzipiert und auf den vorbereiteten Rohbau aufgesetzt. Die vorgefertigten Aussenwandelemente der Firma Weissenseer bestehen aus einer 40cm starken Dämmebene aus Cellulose und TGI Trägern als Konstruktionselementen, sind innenseitig zur Leitungsführung mit Gipskarton beplankt und aussen verputzt oder mit Lerchenschalung verkleidet. Die Boden-, Aussenwand- und Dachelemente des Holzbaus weisen den sehr guten Uwert von 0.09 W/m²K auf. In Kombination mit dem Einsatz von Dreischeibenverglasung und einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung konnten so 3 Passivhäuser mit einem Heizenergieverbrauch von unter 15 kWh/m²a errichtet werden. Die vorgeschriebene Klimahausberechnung ergab 7 kWh/m²a.

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