


Mit dem Schwimmhaus "autarchhome" soll eine Lösung für autarkes wohnen auf dem Wasser gezeigt werden.
Die Entwurfsarbeit konzentriert sich auf das Herausarbeiten der vorhandenen Polaritäten. Da gibt es einmal Vorne-Hinten, Süden-Norden, offen-geschlossen. Dieses Prinzip zeichnet sich im Grundriss in dem ausgewogenen Verhältnis (50-50) von verglaster zu opaker Fassadenfläche, welche ums Eck verschoben eine besondere Symetrieachse ergeben. Diese über das Eck Verschiebung des Offenen-Geschlossenen gibt dem Körper (Schwimmhaus) eine Art Eigenbewegung, wobei sich im Winter die Glasfassade nach Süden richtet und dem entsprechend im Sommer nach Norden.
Eine andere Polarität besteht in dem oben-unten, sichtbar-verdeckt des Baukörpers. Die Hälfte des Schwimmhauses befindet sich also über Wasser, die andere Hälfte unter Wasser. Der sichtbare Teil , ober Wasser, wird zum Designerstück, das Leichtigkeit und Filigranität betont. Darunter schwimmt ein massiver Betonblock, der seinem Pendat ober Wasser, erst dessen Auftrieb ermöglicht.
Im Design der Fassade spielen mehrere Aspekte eine Rolle: das ist einmal das Thema der Spiegelfläche durch das Wasser . Dieser Spiegel wird die Ästhetik des Körpers potenzieren und dessen Leichtigkeit betonen oder dessen Schwere.
"Mir schwebte die Leichtigkeit einer über der Wasseroberfläche tänzelnden Libelle vor. Ich dachte an die Eleganz und Leichtigkeit der über das Wasser schaukelnden Gondeln in der Lagunenstadt. Und das Auge das das alles beobachtet spiegelt sich selbst auf der Oberfläche" (Zitat von Dr. Arch. Michael Tribus).
Stützmauern zur Abfangung des Geländes sowie die gesamte Garage wurde in Massivbauweise in Stahlbeton errichtet und auf der Talseite mit Natursteinen verblendet. Die Gebäudekörper der Wohnhäuser wurden komplett aus Holzfertigteilelementen konzipiert und auf den vorbereiteten Rohbau aufgesetzt. Die vorgefertigten Aussenwandelemente der Firma Weissenseer bestehen aus einer 40cm starken Dämmebene aus Cellulose und TGI Trägern als Konstruktionselementen, sind innenseitig zur Leitungsführung mit Gipskarton beplankt und aussen verputzt oder mit Lerchenschalung verkleidet.
Die Boden-, Aussenwand- und Dachelemente des Holzbaus weisen den sehr guten Uwert von 0.09 W/m²K auf. In Kombination mit dem Einsatz von Dreischeibenverglasung und einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung konnten so 3 Passivhäuser mit einem Heizenergieverbrauch von unter 15 kWh/m²a errichtet werden. Die vorgeschriebene Klimahausberechnung ergab 7 kWh/m²a.
(P65) |